Imkerverein setzt sich ein

Landwirtschaft und Bienen

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Eine Biene bestäubt eine Blume

Eine Symbiose - Gemeinschaftsvortrag der Imker aus Stierberg und Buchbach sowie der Öko-Modellregion Isental am 22. Februar

Stierberg – Am Donnerstag, 22. Februar veranstaltet der Imkerverein Stierberg zusammen mit dem Bienenzuchtverein Buchbach und dem Öko-Modellregion Isental einen Vortrag unter dem Titel „Landwirtschaft und Bienen – eine Symbiose“. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr in der Brauereigaststätte Kammhuber Hartinger in Stierberg. Diese Veranstaltung ist sowohl für Landwirte als auch für Imker und Interessierte. Die Biene braucht den Landwirt und der Landwirt die Biene. Damit diese Symbiose auch künftig noch Bestand hat, werden Möglichkeiten für die Landwirte aufgezeigt, wie dem Insektenschwund grundliegend entgegengewirkt werden kann. Wie kann man dem dramatischen Insektenschwund entgegensteuern? Dieser Frage gehen der Imkerverein Stierberg, der Bienenzuchtverein Buchbach, im Rahmen der Veranstaltung der Ökomodellregion Isental nach. Hierzu sind alle Landwirtinnen und Landwirte eingeladen, um ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie dieser ernstzunehmenden Problematik entgegengewirkt werden kann. Hierzu könnten eine Reihe von hervorragenden Referenten gewonnen, die sich mit der Problematik auseinandersetzen und mit den Anwesenden diskutieren werden. Dr. Bernhard Zimmer, Landwirt und Bio-Imker aus Piding, weiß um die Bedeutung der Wildbienen in der Landwirtschaft. Honigbienen allein reichen nicht aus, um die Bestäubung unserer Kulturpflanzen zu gewährleisten. Wildinsekten erhöhen überall auf der Erde den Fruchtansatz und damit die Erträge, selbst wenn bereits viele Honigbienen ein Feld besuchen. Margot Erber, Bio-Imkerin aus Haag, geht auf die Bedeutung der Bestäubungsleistung der Bienen für die Landwirtschaft ein. Wenn das Futter für die Bienen im Sommer knapp wird beziehungsweise nicht mehr vorhanden ist, hat das gravierende Auswirkungen. Maria Lohmeier, Bienensachverständige für den Imker Kreisverband Mühldorf / Altötting, geht auf die Auswirkungen von Trachtlücken ein. Anita Weimann vom Bayerischen Jagdverband wird als kompetente Ansprechpartnerin für Fördermöglichkeiten über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm vertreten sein. Matthias Nirschl von der unteren Naturschutzbehörde Mühldorf stellt Fördermöglichkeiten zum Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm vor. Michael Reiter, Bio-Imker und Landwirt, wird seinen Berufskollegen Rede und Antwort stehen, wie auf seinen Flächen Blühvielfalt generiert und welche Erfahrungen er damit bereits gemacht hat. Immer häufiger wird über das Insekten- und Vogelsterben in den Medien berichtet aber auch das Niederwild, Hase, Fasan, Schmetterlinge, Hummel und die Vögel finden auf den Feldern kein Futter mehr. Die Landschaft in unserem Gebiet scheint auf dem ersten Blick intakt zu sein, denn grüne Wiesen und Felder prägen unsere Kulturlandschaft. Schaut man im Frühjahr und Sommer genauer in der Gegend umhin, so können keine Farbtupfer in der Landschaft, außer die Farbe Grün, entdeckt werden. Imkern fällt diese Situation wohl schneller auf, da sie die Konsequenzen auch in den Bienenstöcken sehr schnell zu spüren bekommen. Bienen benötigen Pollen und Nektar, um den begehrten Honig herstellen zu können. Sie fliegen täglich viele Kilometer um ihren Bienenstock herum, und bestäuben so ganz nebenbei die Obstbäume, Feldfrüchte und Blüten und sorgen so für höhere Erträge in der Landwirtschaft, für Honig und gleichzeitig für mehr Artenvielfalt. Fehlen diese Pollen - und Nektarquellen, so fällt der Honigvorrat entsprechend gering aus und der Imker muss die Bienen mit Zuckerersatz füttern, damit sie im Laufe des restlichen Jahres nicht verhungern. Dieses Phänomen tritt immer öfter bereits ab den Sommermonaten Juni / Juli, wo doch unsere Landschaft auf dem Höhepunkt der Farbenpracht sein sollte, auf. Die Biene ist hier nur als Symbol für das Artensterben genannt. Durch die fehlenden artenreichen Wiesen und Blühflächen werden unzählige hochspezialisierte Insekten ihrer Lebensgrundlage beraubt, die aber nicht getrennt voneinander, sondern in der sogenannten Symbiose gesehen werden müssen. Jedes Tier und jede Pflanze steht im Naturkreislauf miteinander in Verbindung. Davon ist der Mensch nicht ausgeschlossen. Ohne Insekten keine Nahrungsgrundlage für Vögel, Amphibien und letztendlich für den Menschen. nzi

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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