Neunter Heimsieg für die Grafinger Volleyballer

Am Ende jubelt Grafing

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Nach 2:0 Satzführung muss Grafing gegen aufopferungsvoll kämpfende Fellbacher in den Tie-Break. Am Ende bleibt Grafing durch den 3:2 Erfolg zu Hause weiterhin ungeschlagen.

Grafing - Die Geschichte des neunten Heimsiegs der Saison war aus Sicht des TSV Grafing eigentlich schon erzählt. „Wir führen nach Sätzen 2:0, liegen im dritten Durchgang 15:12 vorne. Gefühlt war das Ding durch“, beschreibt Trainer Alexander Hezareh die Ausgangslage. Doch weil Gegner SV Fellbach sein Glück im vollen Risiko suchte und diese Strategie fruchtete, gelangen dem Meister der Jahre 2015 und 2016 zunächst nicht nur zehn Punkte in Serie. Die Baden-Württemberger schafften das, was in dieser Saison noch keinem Gästeteam in der Jahnsporthalle gelungen war: Sie verlangten den Bärenstädtern einen Tiebreak ab. 

Mit 3:2 gewannen die Grafinger schlussendlich aber auch ihr neuntes Heimspiel. Den rund 500 Zuschauern dürfte das Spektakel auf hohem Niveau ganz recht gekommen sein. Denn zunächst hatten die Grafinger wieder einmal dominiert. Im dritten Durchgang setzte Zuspieler Fabian Wagner den ersten Punkt mit einem seiner fiesen zweiten Bälle, die er dem Gegner ansatz- und skrupellos in dessen Abwehrlücke legt. Doch als die Fellbacher im dritten Durchgang zum ersten Mal überhaupt in der Partie in Führung gingen (5:4), keimte die Gegenwehr und das wahre Leistungsvermögen des Gegners auf. 

Dass es am Ende noch so ein langer Abend wurde, kam für die Beteiligten gleichermaßen überraschend wie gelegen. „Wenn man sich überlegt, dass wir – inklusive des Spiels heute – jetzt insgesamt vier Sätze zu Hause verloren haben, war das vielleicht gar nicht so schlecht für die Stimmung“, so Hezareh. Dass die Grafinger vergangene Saison nur knapp dem Abstieg entgangen sind, heuer aber 16 ihrer 18 Spiele gewonnen haben, zeigt freilich die Entwicklung, die das Team innerhalb weniger Monate durchlaufen hat.

 „Das wichtigste Element ist unsere stabile Annahme um Benno Voggenreiter und Dominik Dreyer“, berichtet Hezareh. Und wenn sich dann auch noch Zwei-Meter-Mann Julius Höfer mit Sahne-Aktionen um den Posten als längster Libero der Liga bewirbt, hat ein Klasse-Zuspieler wie Wagner im Aufbau alle Optionen. Womit wieder Ex-Erstliga-Angreifer Höfer ins Spiel kommt, der mit seiner furchteinflößenden Präsenz den gegnerischen Block-Fokus auf sich zieht. Das schafft freiere Schläge für seine Nebenmänner und hindert den Außenangreifer trotzdem nicht daran, selbst fleißig Bälle in den Hallenboden zu rammen. Die Medaille für den wertvollsten Spieler der Partie ging zum zweiten Mal in dieser Saison an Diagonalspieler Michael Zierhut. Da der zuvor punktgleiche Zweite SV Schwaig sich drei Punkte in Unterhaching sicherte, mussten die Grafinger trotz eines Sieges aber die Tabellenspitze abgeben. Volleyball Grafing

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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