Historisches aus Erding

Als Bomben auf Erding fielen

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Ein Bild der Verwüstung zeigt die Friedrich-Fischer-Straße am 19. April 1945 mit Blick auf den zerstörten Lexbau und der Stadtpfarrkirche im Hintergrund.

Militärhistoriker Thorsten Blaschke stellt neue Erkenntnisse zum Bombenangriff auf Erding im April 1945 durch die Amerikaner vor

Erding – Weil die Sonderausstellung „Garnisonstadt Erding – 80 Jahre Fliegerhorst Erding“ nur noch bis 29. Januar im Museum Erding zu sehen ist, bietet die Einrichtung in der Prielmayerstraße zwei Vorträge zum verheerenden Luftangriff auf die Stadt Erding am 18. April 1945 an. Über 120 Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Haager Vorstadt wurde dabei besonders hart getroffen. Die Auswertung der Treffer zeigt einen Bombenteppich diagonal durch die südliche Altstadt – parallel zu den Gleisanlagen des Bahnhofs Erding. Heimatforscherin Erika Beil startet die Vortragsreihe am Montag, 15. Januar, um 20 Uhr. Unter dem Titel „Der Fliegerangriff auf die Stadt Erding am 18. April 1945 und der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg“ widmet sie sich Zeitzeugenberichten und der Zerstörung sowie dem Wiederaufbau in der Stadt Erding. 

Militärhistoriker Thorsten Blaschke bringt am Montag, 22. Januar, um 20 Uhr durch seine aktuellen Forschungen nach über 70 Jahren erstmals Licht ins Dunkel des Bombenangriffs durch die Amerikaner. Denn erst vor wenigen Monaten erhielt Blaschke in US-Militärarchiven Zugriff auf die originalen Unterlagen wie Gefechtsberichte, Kriegstagebücher und Filmdokumente der USAAF. „Ziel verfehlt? Der verheerende Bombenangriff auf Erding am 18. April 1945 – brandneue Forschungsergebnisse entschlüsseln ein dramatisches Stück Stadtgeschichte“ heißt sein Vortrag. Denn offensichtlich war die Stadt Erding überhaupt nicht geplantes Angriffsziel, sondern nach Traunstein und Rosenheim der Bahnhof von Freising. Erstmals werden die aktuellen Forschungsergebnisse zu diesem dramatischen Stück Stadtgeschichte im Museum Erding der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Eintritt zu beiden Vorträgen ist frei. - cw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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