Hochwasserschutz für Markt Schwaben

Der Henningbach soll in seinem Bett bleiben 

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Solch ein Hochwasser wie im Jahre 1940 soll der Henningbach in Markt Schwaben nicht mehr verursachen. Dafür stellte der Marktgemeinderat jetzt weitere Weichen.

Der Marktgemeinderat Markt Schwaben hat bei seiner letzten Sitzung weitere Planungen beschlossen, damit der Henningbach auch bei Starkregenereignissen kein Hochwasser innerhalb des Ortes verursacht.

Markt Schwaben - „Ich habe schon Hochwasser in Markt Schwaben erlebt und ich wünsche mir wirklich, dass wir in diesem Punkt zügig vorankommen!“ So eröffnete Markt Schwabens zweiter Bürgermeister Albert Hones den Tagesordnungspunkt zur Hochwasserschutzmaßnahme bei der Marktgemeinderatssitzung am 6. Februar. Zwei Referenten stellten den derzeitigen Planungs- und Untersuchungsstand vor. Hierbei wurde deutlich, dass bereits mit der Realisierung eines Rückhalteraums im Einbergfeld 80 Prozent eines ausreichenden Hochwasserschutzes gewährleistet wären. 

Zusätzlich sind zwei weitere Rückhalterräume (Rossacker und Gigginger Bach) angedacht. Vorgestellt wurden explizit die Ergebnisse der hydraulischen Untersuchung des Henningbachs. Diese befassten sich mit der Frage: Wieviel Wasser kann maximal durch den Henningbach laufen, ohne dass der Bach über die Ufer tritt und so, dass der Abstand zwischen Bach und Brücken noch mindestens 0,5 Meter beträgt, um mögliches Treibgut zu transportieren? 10 m³/s – das ist bei der Untersuchung herausgekommen. Um bei dieser Wassermenge den Mindestabstand zu den Brücken einzuhalten, muss lediglich der Übergang zu den Schrebergärten angehoben werden. Eine Gerinnevertiefung oder -ausweitung ist jedoch nicht notwendig. Dass die Wassermenge von 10m³ nicht überschritten wird, dafür würde eine automatische Drosselung im Rückhaltebecken sorgen. In der anschließenden Abstimmung wurde von den anwesenden Marktgemeinderatsmitgliedern einstimmig für eine Vorplanung gestimmt. Außerdem wurde die Verwaltung ermächtigt, die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zu vergeben. „Es ist sehr wichtig, dass wir mit den Anliegern und Eigentümern sprechen und sie an den Planungen teilhaben lassen“, schloss Bürgermeister Georg Hohmann. „ Es sollen keine falschen Befürchtungen aufkommen.“ Ein erster Entwurf ist bis April oder Mai zu erwarten. Dann werden erste Grafiken und Bilder vom möglichen Aussehen der Hochwaserschutzmaßnahme zur Verfügung stehen. Wenn alles optimal läuft, könnte ein Baubeginn im Sommer 2019 erfolgen.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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